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Englisch

 

 

 

 

GYNO GOES INTERNATIONAL

 

TYPICALLY BRITISH? LANDESKUNDE VON A BIS Z

Montag, 19. September 2011 – Heute bekamen die achten Klassen Besuch von einem Team von EF Sprachreisen. Mitgebracht hatten sie außer einem echten routemaker Doppeldeckerbus - der allerdings nicht mehr klassisch rot sondern EF-blau gestrichen war - auch noch eine quirlige, liebenswürdige Muttersprachlerin namens Rachel Shepherd. Rachel führte im Schnelldurchgang jeweils eine Unterrichtsstunde zum Thema Typically British? in den drei Klassen durch. Dabei wurden typische Vorurteile und landestypische Besonderheiten thematisiert. Unsere höflichen SchülerInnen (very British!) zierten sich zunächst ein wenig, ihre Assoziationen mit England und den Briten zu nennen. Ein paar Wagemutige warfen der nachsichtigen Rachel dann aber doch an den Kopf, dass das Essen ‚bad‘ und das Wetter ‚rainy and cold‘ sei. Rachel konterte mit ihrer Erfahrung, dass es in den zwei Tagen, in denen sie sich in Deutschland aufhielt, eigentlich auch nur geregnet hatte. Rachel verriet den SchülerInnen auch noch, dass Reality-TV-Shows wie Big Brother und X-Factor in England viel beliebter seien als bei uns und gab ihnen die Warnung mit, bloß vorsichtig zu sein, wenn sie jemals in England aufgefordert würden, HP Sauce oder Marmite zu probieren – zwei landestypische aber zweifelhafte ‚Delikatessen‘. Zum Erstaunen einiger erfuhren wir, dass die Briten auch keine Zeit haben, jeden Morgen ein riesiges fried breakfast und später noch einen afternoon tea zu vertilgen -gar nicht typically British also. Als Tipp bekamen unsere SchülerInnen außerdem mit auf den Weg, ihr Englisch mit Spaß zu verbessern: dazu eigne sich die in England sehr beliebte Fernsehserie Dr Who. Ein fröhliches Rätselraten gab es um die Anzahl der Frauen von Henry VIII und den Preis für einen echten cream tea in London (ca. €60). Eine kleine Einführung in die street language eines bekannten Comedy Stars in Verbindung mit ein bisschen Grammatikwiederholung gab es auch noch (Nice weather, innit?). In der Pause konnten die SchülerInnen auf den Bus klettern und die Aussicht von oben genießen. Der aufgeschlossene Busfahrer stand allen Schülern für Fragen bereit und erzählte begeistert von seiner Arbeit.  Insgesamt bot uns das Team von EF Sprachreisen einen unterhaltsamen Vormittag mit einer dicken Prise Landeskunde und vielen Geschenken. Unsere SchülerInnen konnten testen, wie weit ihr Schulenglisch in der Interaktion mit einer Muttersprachlerin reicht und ihre Aussprache beim Nachsprechen ihres Liverpuddlian accents verbessern – eine lohnenswerte Erfahrung also! Und ein dickes Lob bekamen sie auch noch. Rachel meinte „Their English is really good!“

 

 

„GERMANS SIMPLY CAN’T MAKE A GOOD BARBECUE!“

Diese Einsicht vermittelte unser amerikanischer Gastredner Graham aus dem Bundesstaat Maine. Zwei Stunden lang erzählte er auf unterhaltsame Weise unseren Achtklässlern – z.T. unterstützt von einer Power Point Präsentation – was typisch für das amerikanische (Familien-)Leben ist und wie er die Unterschiede zwischen Deutschen und Amerikanern wahrnimmt. Dazu konnte Graham eine ganze Menge sagen, weil der 29-Jährige eine deutsche Freundin hat und mittlerweise schon so oft in Deutschland war, dass er sich gut auskennt und sogar schon ein bisschen Deutsch gelernt hat. Damit ist Graham aber die Ausnahme: er erzählte uns, dass die „Amis“ ziemlich faul sind, wenn es ums Sprachenlernen geht. Schließlich sprechen weltweit alle Englisch und außerdem ist ihr Land so unfassbar groß, dass sie es eigentlich nie verlassen müssen, um andere Kulturen kennenzulernen. Die Staaten der USA an sich sind schon so unterschiedlich, dass man das Gefühl hat, in einem anderen Land zu sein, erzählte Graham, der selber schon viel in den USA herum gereist war. Faul sind die Amis übrigens auch, wenn es ums Laufen geht: Graham erklärte uns, dass Amerikaner eigentlich nie laufen. Sie laufen im Schnitt nur 350m pro Tag. Wenn jemand einen Spaziergang machen will, halten neben ihm die Autos an um ihm anzubieten, ihn mitzunehmen, weil es so ungewöhnlich ist, dass jemand läuft. Wenn sich die Amerikaner irgendwohin bewegen, ist es meistens eine Shopping Mall. Graham erzählte uns selbstkritisch, dass die ganze amerikanische Gesellschaft nur auf Konsum gedrillt sei. Er zitierte Präsident Eisenhower, der nach Krieg und Rezession dazu aufrief, die Nation zu retten, indem „you shop till you drop“. Graham musste uns leider auch ein typisches Vorurteil bestätigen, nämlich, dass die Amerikaner fast ausschließlich fast food essen. Gemüse ist teuer, selbst gekocht wird wenig, was auch daran liegt, dass es im Gegensatz zu Deutschland recht billig ist, im Restaurant zu essen. Nur bei einem vertraut der typische Amerikaner keinem Produzenten von Fertignahrung: beim Barbecue! Graham schilderte uns anschaulich mit ekel-verzerrter Mine, wie wir Deutschen jedes gute Stück Grillfleisch total ruinieren, indem wir es erst mit Fertigsauce marinieren und es anschließend „totgrillen“. Für Amerikaner ist eine guten, hausgemachten Sauce sowie ein noch blutiges Stück Fleisch ein Muss bei jedem BBQ. Ansonsten wusste Graham die deutsche Essenskultur jedoch sehr zu schätzen, lobte besonders unsere Vielfalt an Brot und fand auch sonst nur gute Worte für unser Land: er erklärte, dass die Amerikaner rein gar nichts über Deutschland wüssten, 90% noch nicht mal, wer unser „Präsident“ ist. Das fand er schade, weil er meinte, die USA könnten sich eigentlich eine Menge bei der europäischen Art, Politik zu mache, abgucken, weil wir so erfahren seien. Er bezeichnete die USA als stürmischen Teenager, der sich politisch erst mal noch die Hörner abstoßen müsse, während wir Deutschen viel gesetzter und erwachsener seien. All diesen und noch viel mehr interessanten Details über die deutsch-amerikanischen Kulturunterschiede lauschten unsere 80 SchülerInnen sehr konzentriert. Sie verstanden fast alles, was man daran sah, dass Graham sie oft zum Lachen brachte und ihnen auch viele Fragen entlocken konnte. Ein rundum interessanter und gelungener Einblick in die amerikanische Kultur! Die Englisch-Fachschaft freut sich, dieses Angebot machen zu können und wird es bei Gelegenheit gerne wiederholen – besonders wenn sich unsere SchülerInnen so vorbildlich interessiert, ruhig und höflich gegenüber ausländischen Gästen verhalten. Das hat uns sehr gefreut, weil es wesentlich zum (Lern-)Erfolg beigetragen hat!

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Termine im Überblick

27. September 2017

1. Schulpflegschaftssitzung um 20.00 Uhr im Raum 9.03

1. Schulpflegschaftssitzung um 20.00 Uhr im Raum 9.03
 

02. Oktober 2017

Beweglicher Ferientag

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Tag der Deutschen Einheit

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